Literatursuche

Überblick über die Literatursuche

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Vorraussetzung für das Arbeiten von zu Hause ist ein VPN Antrag: für Studierende , für Sonstige (nur von Rechnern innerhalb des Charité-Intranet  zu erreichen).

Literaturauswahl

Die nachfolgenden Hinweise für das Anfertigen einer wissenschaftlichen Arbeit wurden uns freundlicherweise von unserer Kommilitonin Isabel Mainitz zur Verfügung gestellt -vielen Dank!
Für diese Entscheidung, Literatur für die eigene Arbeit auszuwählen, sind drei Ebenen von Bedeutung:

  • Der engere Kontext eines Schriftstückes
  • Der weitere Kontext eines Schriftstückes
  • Der Inhalt eines Schriftstückes

Der engere Kontext umfasst Informationen über den Autor, über die Aktualität und die Quellen des Schriftstückes. Bei der kritischen Beleuchtung des Autors ist wichtig zu beachten , ob überhaupt nähere Angaben zum Autor auffindbar sind. Bei seriösen Schriftsücken werden Informationen angegeben. Ist dies nicht der Fall, sollte man mit Skepsis bezüglich der Seriosität reagieren. Interessant ist auch in diesem Zusammenhang, welche Fachkenntnisse der Autor hat und aus welchem Kulturkreis dieser stammt. Weiterhin ist die Aktualität zu beachten, d.h. wie aktuell das Schriftstück ist Des Weiteren sind beim engeren Kontext die Quellen entscheidend. Auf welche Quellen bezieht sich der Autor, woher stammt sein Wissen und welcher Quellentyp liegt vor. Wie ist die Herkunft und die Aktualität der Quellen und wie ist deren Publikationsart (Kleibel & Mayer, 2005).
Der weitere Text umfasst Informationen wie Verlag und Herausgeber, die Zielgruppe und die Qualitätssicherung. Manche Verlage sind bekannt für eine bestimmte Qualität in bestimmten Fachgebieten und übernehmen eine Sicherung der Qualität der Publikation. Bei Zeitschriften ist es wesentlich, von wem die Zeitschrift herausgegeben worden ist. Um die Qualität zu sichern , entscheidet jeder Verlag, welcher Artikel bzw. welches Buch publiziert wird. Wichtig ist bei der Qualitätssicherung das „Peer-Review-Verfahren“. Dabei beurteilen gleichrangige anonyme Gutachter die Publikation des Autor. Gleichrangig heißt, dass die Gutachter im gleichen Fachgebiet wie der Autor forschen. Die Artikel werden von diesen nach spezifischen Kriterien beurteilt und anschließend über eine mögliche Veröffentlichung oder Ablehnung des Artikels. Wichtig hierbei ist auch das Angebot und die Nachfrage (ebd.).
Für den letzten Teil der Beurteilung – des Inhalts- benötigt man eine gewisse Erfahrung und Fachwissen. Wesentlich hierbei ist, dass alle Angaben, die in dem Text gemacht werden für jedermann überprüfbar ist. Dass heißt, es sollten z.B. Quellenangaben vorhanden sein. Der Text sollte einen erkennbaren Gegenstand beinhalten, der präzise umrissen und auch allgemein nachvollziehbar ist. Wichtig ist, dass ein Text neue Erkenntnisse bieten sollte und daher auch für andere von Nutzen ist (ebd.).

In der heutigen Zeit ist es auch wichtig zu wissen, wie man die Qualität von Websites beurteilen kann. Dafür ist es hilfreich, den Urheber der Seite und die Quellen der Inhalte ausfindig zu machen. Dabei kann man sich nach dem Grundsatz richten, dass seriöse Anbieter nicht anonym bleiben und z.B. ihre E-Mail Adresse oder Telefonnummer angeben. Des Weiteren ist es wichtig darauf zu achten, ob Personen angegeben sind, die für die Sicherung der Qualität verantwortlich sind. Die Finanzierung der Website ist auch ein interessante Aspekt. Gibt es Sponsoren oder ähnliches und geht das aus der Website hervor. Werden Inhalt und Werbung voneinander getrennt. Zu beachten ist darüber hinaus, was das Ziel der Website ist und ob u.U. zum Kauf eines Produktes angeregt werden soll. Anhand z.B. der Sprache kann man auch erkennen, wer die Zielgruppe der Website sein soll. Auch bei Websites sollte auf die Autoren, Quellen und die Aktualität geachtet werden (ebd.).

Als Abschluss war die Internetenzyklopädie Wikipedia Thema und warum man deren Inhalte nicht zitieren sollte. Die Qualität von Wikipedia ist nicht gesichert, daher müssen alle Inhalte dieser Seite in Frage gestellt werden. Darüber hinaus sei die Website nicht statisch, d.h. die einzelnen Artikel können in kürzester Zeit verändert werden.

Literaturrecherche

Vor der Literaturrecherche sollte das Ziel dieser festgelegt werden. Was will ich wozu wissen? Je nachdem, wofür recherchiert werden soll, muss der Inhalt einen anderen Gehalt aufweisen (Kleibel & Mayer, 2005). Um sich einen ersten Überblick über ein Thema zu beschaffen, ist ein kleiner Ausschnitt völlig ausreichen. Wenn man allerdings recherchiert, um eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen, muss man auf die Vollständigkeit achten und dafür ist eine umfassende Recherche ist notwendig. Bei der Recherche ist die Aktualität der Informationen immer zu beachten. Gerade im klinischen Bereich ist es unabdingbar, dass die Quellen den neusten wissenschaftlichen Kenntnissen entsprechen. Nur wenn Arbeiten nicht schnellen Veränderungen unterliegen, sind auch weiter zurückliegende Arbeiten als Hintergrundinformation möglich.(Kleibel & Mayer, 2005). Werden Therapiemethoden auf die klinische Evidenz im Bezug auf die Wirksamkeit geprüft, müssen prinzipiell Forschungsarbeiten herangezogen werden. Ansonsten kann in Abhängigkeit vom Thema entschieden werden. Bei der Wahl der Literatur muss beachtet werden, dass Englisch die Wissenschaftssprache ist und dass daher größere Arbeiten auch internationale Literatur benötigen. Es empfiehlt sich über die Sprachgrenzen hinauszuschauen, da die Nutzung internationaler Literatur größtenteils einen aktuelleren und umfassenden Wissensstandard abbildet. Was die Publikationsart betrifft muss man sich nicht auf eine festlegen, da durch unterschiedliche Arten verschiedene Inhalte gefunden werden können. Es ist trotzdem hilfreich zu wissen, dass Forschungsliteratur vorwiegend in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht werden und somit auf dem aktuellsten Stand sind. Das Verwenden von Monographien, Nachschlagwerken und Lehrbücher bietet sich zum Vertiefen des Wissens an. (Kleibel & Mayer, 2005)
Für die Literaturrecherche in der Hochschule bietet sich der Online Katalog OPAC, die Zeitschriftensuche im Intranet oder Fachdatenbanken, wie das Datenbank-Infosystem (DBIS) an.
Der Inhalt der sechsten Einheit gliederte sich in zwei Themenbereiche auf: systematische Literaturrecherche und Literaturverwaltung.
Die systematische Literaturrecherche umfasst mehrere Phasen. Bei einer Literaturrecherche muss zunächst der Untersuchungsgegenstand bestimmt werden. Das Thema muss zunächst ausgewählt werden und man muss sich in das Thema einlesen. Erst danach kann die genaue Fragestellung festgelegt werden. In der nächsten Phase muss man sich mit der Recherche beschäftigen. Dafür ist es nötig, die geeignete Suchhilfe zu wählen. Dieses richtet sich nach der Intention der Suche und nach dem Thema. Bei der Suche ist es hilfreich ein Suchprotokoll anzufertigen. In der letzten Phase folgt die Bewertung, Lektüre und Kritik (Kleibel & Mayer, 2005)
Um geeignete Quellen ausfindig zu machen, ist es sinnvoll geeignete Suchbegriffe festzulegen. Dazu wird der Suchgegenstand in seine einzelnen Komponenten zerlegt. Den einzelnen Komponenten werden nun Begriffe zugeordnet. Es bietet sich auch immer an, englische Begriffe zu verwenden. Darüber hinaus sollte man nicht nur einen starren Begriff suchen, sondern auch z.B. Synonyme oder verschiedene Flexionsformen verwenden. Bei dieser Recherche können andere ähnliche Begriffe auftauchen, die jederzeit als Suchbegriff in die eigene Recherche aufgenommen werden sollen (ebd.).
Um sich das Recherchieren zu vereinfachen, sollten bestimmte „Tricks“ beachtet werden, um den Suchbegriff zu spezifizieren. Zum einen besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Platzhalter an einen Suchbegriff anzufügen. Dieser ermöglicht das Finden des Suchbegriff allerdings auch mit verschiedenen Endungen. Der Platzhalter ist je nach Datenbank: * oder ?. Zum Beispiel kann man den Suchbegriff Angehörig* eingeben und es können z.B. Wörter wie Angehöriger und Angehörigkeit gefunden werden. Diese Eingabehilfe nennt sich Trunkierung. Eine weitere Möglichkeit nennt sich Maskierung. Eine Maskierung wendet man an, wenn ein Buchstabe bzw. die Schreibweise des Suchbegriffs unklar ist. In diesem Fall gibt man je nach Datenbank folgende Zeichen ein: ? oder #. Zum Beispiel kann dies folgendermaßen aussehen: behavio?r (ebd.).
Über die beiden bereits genannten Faktoren hinaus sind die Bool’schen Operatoren auch sehr hilfreich. Beim UND-Operator wird entweder ein Leerzeichen, UND, AND oder + eingegeben. Es werden daraufhin die Treffer angezeigt, in denen beide Suchbegriffe vorkommen. Nach Eingabe des ODER-Operators (auch OR) wird entweder der eine oder andere Suchbegriff oder es werden beide Suchbegriffe angezeigt. Es werden also die Dokumente mit beiden Begriffen aussortiert. Die Verwendung dieses Operators bietet sich bei Synonymen oder verschiedenen Schreibweisen an. Der NICHT-Operator wird verwendet um Teile des Suchgegenstands auszuschließen. Bei diesem Operator wird NICHT, NOT oder – eingegeben. Die Bool’schen Operatoren können auch in Kombination eingegeben werden. Neben den Bool’schen Operatoren gibt es außerdem die Nachbarschaftsoperatoren. Nach Eingabe des Operators ADJ werden nur die Ergebnisse angezeigt, bei denen die Suchbegriffe direkt aufeinander folgen. Gibt man z.B. Pflegende ADJ Angehörige ein, werden alle Dokumente gefunden, die die Wörter Pflegende und Angehörige in der angegebenen Reihenfolge enthalten. Beim NEAR Operator werden nur die Dokumente angezeigt, bei denen die Suchbegriffe im selben Satz bzw. nahe beieinander stehen. Der Nachbarschaftsoperator WITH wird verwendet wenn man möchte, dass die Suchbegriffe im selben Feld (z.B. im Titel) stehen. Sucht man Dokumente, in denen eine bestimmte Phrase steht, setzt man die gesuchte Phrase in Anführungszeichen. Dies nennt sich Phrasensuche. Neben den bereits genannten Nachbarschaftsoperatoren existiert noch die Feldsuche, bei der Autor, Titel, Quelle, Publikationsjahr usw. als Suchbegriff eingeben wird (ebd.).
Bei einer systematischen Literaturrecherche hat es sich als sinnvoll erwiesen, ein Suchprotokoll anzulegen, in dem die Suchfrage/Suchbegriffe, das Suchinstrument, die Sucheingabe, die Treffer bzw. die relevanten Treffer festgehalten werden. Dies ist sinnvoll, um strukturiertes Arbeiten zu ermöglichen, d.h. um den Überblick zu behalten, Doppelsuchen zu vermeiden und um Quellen wiederzufinden (…).

Wissenschaftliche Texte lesen

Beim Lesen wissenschaftlicher Texte können verschiedene Probleme auftreten. Zum einen kann es an der fehlenden Motivation und dem Vorwissen liegen. Zum anderen kann das Gelesene nicht in eigenen Worten wiedergegeben werden, es ist also kein Transfer möglich. Darüber hinaus kann die Verarbeitungstiefe des Gelesenen ein Problem darstellen (Stary & Kretschmer, 2004). Dabei kann sich der Leser den Stoff nicht einprägen. Um das Lesen zu vereinfachen, sollte er mindestens die technischen Fehlerquellen beseitigen. Das heißt, er sollte falls nötig eine Brille tragen, für eine ausreichend helle Beleuchtung sorgen und lieber Wort für Wort statt in Wortgruppen zu lesen. Er sollte auch zu langsames Lesen und das Auslassen von Schaubildern vermeiden. Es ist darüber hinaus nicht ratsam ohne jegliche Vorinformationen und Fragestellung an Texte zu gehen (Rost, 2008).
Beim Lesen existieren verschiedene allgemeine Lesemethoden. Das kursorische Lesen dient dazu, sich einen Überblick zu verschaffen, das selektive Lesen, um bestimmte Informationen zu finden und das übersetzende Lesen, um Fachtermini zu finden und zu übersetzen. Das traditionelle Lesen beinhaltet dagegen, das Markieren beim ersten Lesen und das Herausschreiben beim zweiten. Beim kritischen Lesen werden verschiedene Kontextvariablen berücksichtigt (Rost, 2010).
Des Weiteren existiert daneben die PQ4R-Methode. Diese beinhaltet sechs Schritte. Der erste Schritt „Preview“ dient dazu Übersicht zu gewinnen. Der zweite „Questions“ dient dazu, Fragen an den Text zu formulieren.Bei „Read“ wird nun der Text auf die Fragen bezogen gelesen, während bei „Reflect“ nach der Lektüre eines Abschnittes über dessen Inhalt nachgedacht wird Die letzten beiden Schritte „Recite“ und „Review“ beinhalten das Wiederholen durch schriftliche Beantwortung des Gelesenen aus dem Gedächtnis und den Rückblick und die Überprüfung (ebd.).
Eine weitere Möglichkeit ist die visuelle Darstellung des Gelesenen durch z.B. ein Mindmap oder durch eine Tabelle.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das einmalige Lesen eines wissenschaftlichen Textes in der Regel nicht ausreicht (ebd.).

Erste Schritte

Literatursuche

Quellen zum Text siehe unter „Schreiben“
 

 

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